Windows NT NTFS

RAID - Redundant Array of Independent Discs
 

RAID-Systeme schützen die Daten gegen Ausfall einer Festplatte. Früher wurde die Abkürzung RAID für "Redundant Array of Inexpensive Discs" verwendet. Seitdem Festplatten generell zuverlässig und dem Preisverfall unterworfen sind, wurde der Begriff geändert.

Windows NT beherrscht über die eingebauten Treiber drei Arten des RAID:
 
RAID
Level
Bezeichnung
Beschreibung
benötigte 
Festplatten
0
Stripe Set Daten werden auf mehrere Festplatten verteilt- vorwiegend für schnelleren (da paralleler Zugriff), kein echter Sicherheitsgewinn
>2
1
Disk Mirroring einfaches Spiegeln einer Festplatte auf eine Zweite. Es stehen 50 % der Nettospeicherkapazität zur Verfügung. 
>2
5
Stripe Set mit
Parität
Daten werden auf mehrere Festplatten verteilt und es wird eine Paritätsinformation erzeugt. Bei Ausfall einer Festplatte kann aus den Daten der verbliebenen Festplatten mittels der Paritätsinformation der Inhalt der defekten Festplatte wieder hergestellt werden. Es stehen 65 % der Nettospeicherkapazität zur Verfügung.
>3

Bei Hochleistungssystem ist der Einsatz von Hardware-RAIDs zu empfehlen. Die eingebaute Software-Lösung ist zwar sehr schnell, aber insbesondere beim Stripe-Set mit Parität erfordert die Berechnung der Parität eine gewisse Rechenleistung. Dies kann durchspezielle Hardware-Controller viel schneller geschehen. Aber trotzdem keine Angst vor dem Einsatz des Software-RAID: ein Pentium-120 schafft das allemal, sofern er nicht andere Server-Aufgaben, wie WWW, eMail, usw. parallel erfüllen muß. 

Hot-Swapping

Nicht unterstützt wird beim Software-RAID von Windows NT das Hot-Swapping, der Austausch von Festplatten während des Betriebes. Dies muß vom SCSI-Controller unterstützt werden, ist also mit speziellen RAID-Controllern möglich.

Zum Aufbau von RAID-Systemen sind auch spezielle Gehäuse erhältlich. Die Abbildung zeigt ein Gehäuse von IBM mit Wechselrahmen für Hot-Swapping. Es genügen aber auch normale SCSI-Gehäuse.
 
 


Abbildung
RAID-System IBM für bis zu fünf
Festplatten, vier belegt
mit DAT Streamer

Mein Tip: bauen Sie die Systemfestplatte gleich mit in das RAID-Gehäuse ein. Sollte der Rechner defekt sein, so läßt sich schnell das gesamte Gehäuse mit der Systemapartition aneinen ähnlich aufgebauten Rechner anschließen und der Betrieb geht weiter, während Sie sich um den defekten Rechner kümmern können.