Windows NT - Basics
Systemaufbau
Die Windows NT Architektur
ähnelt der Microkernel-Architektur. Im Executive sind elementare Betriebssystem-Funktionalitäten
zusammengefaßt. Hierzu zählen Sicherheitsmechanismen, Inter-Prozeß-Kommunikation,
Scheduling, Ein/Ausgabe (I/O), Dateisystem und Speichermanagement.
Auf dem Kernel setzten Betriebssystem-Subsysteme
auf. Im Augenblick enthält Windwos NT das 32-Bit Windows Subsystem
(win32), ein POSIX-Subsystem und ein OS/2 Subsystem für OS/2 Applikationen.
Es könnensomit auch POSIX-Applikationen ausgeführt werden. Dies
beinhaltet jedoch keine Binärkompatibilität; POSIX-Applikationen
müssen für Windows NT kompiliert werden. OS/2 Applikationen können
ausgeführt werden, wenn sie unter OS/2 Version 1.x lauffähig
sind. Modernere OS/2 Appliaktionen, die den Presentation-Manager verwenden
sind nicht lauffähig.
Ein Subsystem kann sogar
absürzen, ohne daß der Kernel beeinträchtigt wird. Die
Trennung von Executive und Subsystemen wurde ab Version 4 aus Performance-Gründen
leider etwas verwaschen.
Das Win32 Subsystem
Das Win32 Subsystem stellt
die Ausführungsumgebung für 32-Bit Applikationen (Windows NT
und Windows 95-Programme), 16-Bit Applikationen (Windows 3.1-Programme)
und DOS-Applikationen zu Verfügung. Insbesondere die grafische Oberfläche
wird von diesem Subsystem verwaltet.
Windows 32 Applikationen
setzen direkt auf dem Subsystem
auf. Ihre Speicherbereiche sind voneinander getrennt. Ein Fehler
in einem Programm beeinträchtigt somit kein anderes.
Win16 VDM
Jede 16-Bit Windows Applikation
wird in einem getrennten Speicherbereich in einer virtuellen DOS-Maschine
(VDM) ausgeführt.
DOS VDM
DOS-Applikationen werden
ebenfalls jeweils ineinem getrennten Speicherbereich ausgeführt. Auch
DOS-Applikationen nutzen die virtuellen DOS-Maschinen der Intel-Prozessoren.
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